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Kognitive Verhaltenstherapie

Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) – Grundlagen

Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2026

Die Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) ist laut zahlreichen Metaanalysen einer der wirksamsten psychotherapeutischen Ansätze bei riskantem Alkoholkonsum. Die CBT-Grundidee: Nicht die Situation selbst löst das Trinken aus, sondern die Bewertung der Situation durch automatische Gedanken. Studien zeigen, dass CBT-basierte Kurzinterventionen den Alkoholkonsum um durchschnittlich 20–30 % senken können.

Die Kognitive Verhaltenstherapie basiert auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Modell:

Situation → Gedanke → Gefühl → Verhalten

Das ABC-Modell der CBT

Das ABC-Modell ist das Kernwerkzeug der kognitiven Verhaltenstherapie:

  • A – Activating Event (Auslöser): Was passiert? z.B. "Stressiger Arbeitstag"
  • B – Belief (Bewertung/Gedanke): Was denken Sie? z.B. "Ich habe mir ein Bier verdient"
  • C – Consequence (Konsequenz): Was tun/fühlen Sie? z.B. Greifen zum Alkohol
  • Die Bewertung (B) hinterfragen – der Schlüssel zur Veränderung

    Der Auslöser (A) lässt sich oft nicht ändern. Aber der Gedanke (B) schon:

  • Alter Gedanke: "Nach so einem Tag brauche ich ein Bier"
  • Neuer Gedanke: "Ich bin gestresst. Ein Bier ändert daran nichts. Was würde mir wirklich helfen?"
  • Übung: Das Gedankenprotokoll

    Das Gedankenprotokoll ist eine bewährte CBT-Übung für den Alltag. Wenn Sie das nächste Mal den Impuls zum Trinken spüren:

  • Stopp – Halten Sie inne
  • Situation – Was passiert gerade?
  • Gedanke – Was denke ich? ("Ich brauche jetzt...")
  • Hinterfragen – Stimmt das wirklich? Was wäre eine Alternative?
  • Handeln – Wählen Sie bewusst eine Alternative
  • Das Gedankenprotokoll wird mit der Zeit automatischer. Geben Sie sich mindestens 2 Wochen regelmäßiges Üben.

    Weiterführende Artikel

  • Die ABC-Technik in der Praxis: Konkrete Alltagsbeispiele für das ABC-Modell
  • Surf the Urge – Den Trinkimpuls überwinden: Achtsamkeitsbasierte Technik bei Verlangen